Wärmeverteilung und Lüftung
Eine richtig ausgelegte Wärmepumpe läuft trotzdem schlecht, wenn die Wärme im Haus falsch verteilt wird. Und eine dichte Hülle braucht einen Plan dafür, wie die Luft wechselt — sonst löst sie ein Problem und schafft ein neues.
Das Wichtigste zuerst
Die Frage ist nicht, ob dein Heizkörper zu klein ist, sondern wie weit die Heizlast deines Raums gesunken ist. Ein üblicher Heizkörper gibt bei 55 Grad Vorlauf noch etwa 57 % seiner Normwärmeleistung die Katalogangabe eines Heizkörpers Die Leistung, die ein Heizkörper im genormten Prüfversuch bei 75 Grad Vorlauf, 65 Grad Rücklauf und 20 Grad Raumtemperatur abgibt. Sie gilt nur unter genau diesen Bedingungen — bei niedrigerem Vorlauf ist es weniger. ab, bei 35 Grad noch 16 %. Das ist keine Schwäche des Heizkörpers, sondern die Definition seiner Katalogzahl: Sie gilt bei 75/65/20 °C und sonst nirgends.
Daraus folgt die Rechnung, die über jede Wärmepumpe im Altbau entscheidet: Wurde die Heizfläche nach der alten Auslegung 90/70 eingebaut, dann trägt dieselbe Fläche den Raum bei 55 Grad, sobald die Raumheizlast auf rund 46 % gesunken ist — bei 45 Grad auf rund 28 %. Die Heizkörperfrage ist damit eine Dämmfrage, und sie wird raumweise beantwortet, nicht fürs Haus.
Betrifft das dein Haus?
Diese Seite handelt von allem zwischen dem Wärmeerzeuger und dem einzelnen Raum. Das betrifft dich, wenn deine Wärme über Wasser verteilt wird — und das ist im Kreis Lippe die weit überwiegende Mehrheit.
Gebäude mit Wohnraum nach Baujahr: Kreis Lippe gegen Deutschland
In Kreis Lippe stehen 95.099 Gebäude mit Wohnraum. 67 % davon wurden vor 1979 errichtet, also bevor die erste Wärmeschutzverordnung überhaupt Anforderungen an die Hülle stellte. In Deutschland sind es 61 %. Geheizt wird hier zu 30 % mit Heizöl (Deutschland: 25 %), und 78 % der Gebäude stehen frei. Eine freistehende Hülle verliert über alle vier Seiten und über das Dach.
Zensus 2022 1
94 % der Gebäude im Kreis Lippe heizen mit Gas, Heizöl, Holz, Biomasse oder Fernwärme und verteilen die Wärme damit über einen wassergeführten Kreislauf (eigene Zusammenfassung der Zensus-Energieträger). Für sie gilt die Rechnung weiter unten. Nachtspeicher und Direktheizungen kommen auf 2 %; dort gibt es keinen Kreislauf und nichts abzugleichen.
Die Heizkörper der Gebäude von vor 1979 wurden nach der damals üblichen Auslegung 90/70/20 °C bemessen — für eine Gebäudehülle, die es so oft nicht mehr gibt. Genau diese Verschiebung ist der Hebel dieser Seite.
Was das Gesetz verlangt
§ 60c: der Abgleich ist mehr als das Einstellen von Ventilen
Die Pflicht2 gilt in Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten und greift nach dem Einbau oder der Aufstellung einer Heizungsanlage, zum Zweck der Inbetriebnahme; ein Einfamilienhaus fällt nicht darunter. Was das Gesetz inhaltlich unter einem Abgleich versteht, ist trotzdem für jedes Haus die richtige Messlatte: Verlangt ist nicht nur, die Wassermengen zu verteilen, sondern die Heizflächen selbst zu prüfen — mit dem ausdrücklichen Ziel einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur Wie heiß das Wasser ist, das die Heizung zu den Heizflächen schickt. Sie ist die wichtigste Stellgröße einer Wärmepumpe: Jedes Grad weniger heißt weniger Strom für dieselbe Wärme. . Genau das ist die Rechnung weiter unten. Sie steht damit nicht in unserem Ermessen, sondern im Gesetzestext.
Was § 60c im Einzelnen verlangt
Drei Leistungen:
- eine raumweise Heizlastberechnung
- eine Prüfung und nötigenfalls eine Optimierung der Heizflächen im Hinblick auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur
- die Anpassung der Vorlauftemperaturregelung
Durchzuführen ist der Abgleich nach Verfahren B Der hydraulische Abgleich auf Grundlage einer raumweisen Heizlastberechnung statt einer Schätzung. Nur dieses Verfahren wird von der Förderung anerkannt, und nur es liefert nebenbei die Zahlen für die Auslegung. , die Heizlast nach DIN EN 12831-1 in Verbindung mit DIN/TS 12831-1. Zu dokumentieren sind Einstellungswerte, Heizlast des Gebäudes, eingestellte Leistung der Wärmeerzeuger, raumweise Heizlastberechnung, Auslegungstemperatur, Einstellung der Regelung und Druck im Ausdehnungsgefäß — schriftlich.
§ 60b: die Frist, die im September 2027 abläuft
Der zweite Paragraf3 wird fast nie genannt und trägt ein Datum: In Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten müssen Heizungsanlagen, die vor dem 1. Oktober 2009 eingebaut oder aufgestellt wurden, bis zum 30. September 2027 geprüft werden.
Neuere Anlagen und die Frist zur Umsetzung
Für neuere Anlagen greift die Prüfung innerhalb eines Jahres nach Ablauf von 15 Jahren nach Einbau oder Aufstellung. Ergibt sie Optimierungsbedarf, ist er innerhalb von ein Jahr nach der Heizungsprüfung umzusetzen.
Was dein Heizkörper bei 55 Grad noch abgibt
Jetzt die Rechnung, die diese Seite trägt. Sie ist keine Faustregel, sondern die zweite Heizkörpergleichung4 — der Wärmeübergang von der Heizfläche an die Raumluft, wie er der Auslegungspraxis zugrunde liegt. Ihr Bezugspunkt ist die genormte Prüfbedingung nach DIN EN 442: 75 Grad Vorlauf, 65 Grad Rücklauf, 20 Grad Raumluft.5 Die Zahl im Prospekt gilt bei genau diesen Temperaturen und sonst nirgends. Vor Einführung der Norm galt 90/70 — der Grund, warum alte Planungsunterlagen und neue Kataloge nicht vergleichbar sind.
| Vorlauf | Spreizung 10 KRücklauf entsprechend | Spreizung 7 KRücklauf entsprechend | Spreizung 5 KRücklauf entsprechend |
|---|---|---|---|
| 70 °C Raumluft 20 °C | 87 % 70/60, Δt = 44,8 K | 91 % 70/63, Δt = 46,4 K | 94 % 70/65, Δt = 47,5 K |
| 55 °C Raumluft 20 °C | 51 % 55/45, Δt = 29,7 K | 55 % 55/48, Δt = 31,4 K | 57 % 55/50, Δt = 32,4 K |
| 45 °C Raumluft 20 °C | 30 % 45/35, Δt = 19,6 K | 33 % 45/38, Δt = 21,3 K | 35 % 45/40, Δt = 22,4 K |
| 35 °C Raumluft 20 °C | 11 % 35/25, Δt = 9,1 K | 14 % 35/28, Δt = 11,1 K | 16 % 35/30, Δt = 12,3 K |
Lies die Tafel von oben nach unten. Bei 70 Grad gibt die Fläche noch fast ihre volle Katalogleistung ab. Bei 55 Grad ist gut die Hälfte übrig, bei 35 Grad ein Sechstel. Zwischen der obersten und der untersten Zeile liegen keine 40 Kelvin Vorlauf — und ein Faktor von rund fünf in der Leistung.
Die Spreizung ist die zweite Stellschraube und steht deshalb als eigene Spalte. Sie hängt daran, wie viel Wasser durch die Heizfläche läuft. Ein Kessel wird mit großer Spreizung Der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur. Sie hängt daran, wie viel Wasser durch die Heizfläche läuft: viel Wasser, kleine Spreizung. Wärmepumpenanlagen werden mit kleiner Spreizung gefahren. gefahren, eine Wärmepumpenanlage mit kleiner — hoher Volumenstrom, wenig Abkühlung. Bei 45 Grad Vorlauf macht das den Unterschied zwischen 30 % und 35 % der Nennleistung aus. Wer eine solche Tabelle mit einer einzigen Spreizung zeigt, verschweigt die halbe Rechnung.
Die Gleichung und die Annahmen dahinter
QBetrieb / QNorm = (Δtln,Betrieb / Δtln,Norm)n, mit der logarithmischen Übertemperatur Δtln = (tV − tR) / ln((tV − tL) / (tR − tL)). Unter Normbedingung 75/65/20 sind das Δtln = 49,83 K, unter der alten Auslegung 90/70/20 sind es 59,44 K.
Annahmen, offengelegt. Gerechnet mit dem Heizkörperexponenten n = 1,30, dem Regelfall für Glieder- und Plattenheizkörper und zugleich der ungünstigen Grenze des üblichen Bereichs. Für andere Bauarten gilt: Fußboden- und Wandheizung n = 1,10, Plattenheizkörper n = 1,30, Gliederheizkörper, Radiator n = 1,30, Rohr- und Rippenrohrheizkörper n = 1,25, Konvektor n = 1,35. Eine Flächenheizung liegt mit n = 1,10 am günstigsten — das ist der rechnerische Grund, warum sie mit niedrigen Temperaturen auskommt. Die logarithmische und nicht die arithmetische Mitteltemperatur ist bewusst gewählt: Bei den großen Spreizungen der alten Auslegung rechnet das arithmetische Mittel den Bestand systematisch zu gut. Prozentwerte sind gerundet, der genaue Wert steht jeweils im Tooltip.
Die Rechnung, die über die Wärmepumpe entscheidet
Die Tafel oben liest sich wie ein Argument gegen jede Wärmepumpe im Altbau. Sie ist es nicht, weil ihr eine Größe fehlt: Die Heizlast des Raums ist inzwischen gesunken — jede Maßnahme an der Hülle hat dem Heizkörper Arbeit abgenommen. Also drehen wir die Rechnung um: Auf welchen Anteil muss die Raumheizlast sinken, damit dieselbe Fläche den Raum bei 55, 45 oder 35 Grad noch trägt?
| Raumheizlast noch | verlangter Anteilder Normwärmeleistung | nötige Übertemperatur | Vorlaufbei 5 K Spreizung |
|---|---|---|---|
| 100 % | 126 % | Δtln = 59,4 K | 82 °C |
| 80 % | 101 % | Δtln = 50,1 K | 73 °C |
| 70 % | 88 % | Δtln = 45,2 K | 68 °C |
| 60 % | 75 % | Δtln = 40,1 K | 63 °C |
| 50 % | 63 % | Δtln = 34,9 K | 57 °C |
| 40 % | 50 % | Δtln = 29,4 K | 52 °C |
| 30 % | 38 % | Δtln = 23,5 K | 46 °C |
Das ist die Zahl, um die es geht. Sinkt die Raumheizlast auf rund 46 % ihres ursprünglichen Werts, kommt derselbe Heizkörper mit 55 Grad aus. Für 45 Grad muss sie auf etwa 28 % fallen. Das sind Größenordnungen, die eine ernsthafte Hüllensanierung erreicht — und eine einzelne Maßnahme in aller Regel nicht. Hülle und Anlage hängen damit an einer Zahl zusammen.
Zwei Annahmen, und beide zugunsten der Vorsicht
Erstens: Der Heizkörper sei seinerzeit genau auf die Heizlast ausgelegt worden. Das ist die ungünstige Annahme — in der Praxis wurde regelmäßig großzügiger eingebaut, und jede Reserve verschiebt das Ergebnis nach unten, nie nach oben. Zweitens: Die Spreizung ist mit 5 K gewählt und nicht gemessen; was sie bewirkt, steht in der Tafel darüber als eigene Spalte. Rechnerisch gilt: Eine nach 90/70 ausgelegte Fläche hat eine Normwärmeleistung, die um den Faktor 1,26 unter der damaligen Heizlast liegt. Dieser Faktor steckt in der zweiten Spalte.
Was am Ventil und am Verteiler eingestellt wird
Ohne Abgleich ist die Vorlauftemperatur der ganzen Anlage so hoch, wie der am schlechtesten versorgte Raum sie verlangt. Ein einziger unterversorgter Raum hält das Haus auf einer Temperatur, die alle anderen nicht brauchen — und dieser Aufschlag kostet bei einer Wärmepumpe Arbeitszahl. Welche vier Stellen dabei eingestellt werden und an welcher der Abgleich am häufigsten scheitert, steht auf der Leistungsseite hydraulischer Abgleich.
Das Lüftungskonzept greift, ohne dass es jemand sagt
Jetzt die zweite These, und sie ist die unbequemere: Wer eine Hüllenmaßnahme fördern lässt, die das Gebäude dichter macht, schuldet ein Lüftungskonzept. Nicht als Empfehlung, sondern als Nachweis.
Der Grund, warum das kaum jemand weiß, liegt an der Stelle, an der es steht. Der Satz findet sich nicht im Lüftungskapitel, sondern in der Nachweisliste zu jeder Maßnahme an der Gebäudehülle, Nummer Anlage „Technische Mindestanforderungen", Nummer 1.1.1, Nachweise:
Bei Sanierungsmaßnahmen, welche die Luftdichtheit des Gebäudes erhöhen: Lüftungskonzept, über die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen (zum Beispiel unter Anwendung der DIN 1946-6)
Wer bei „Dachdämmung" oder „Fenstertausch" liest, liest die Lüftungsseite nicht — und übersieht ihn deshalb. Die technische FAQ formuliert es noch deutlicher: „Im Rahmen geförderter Sanierungsmaßnahmen, die die Luftdichtheit eines Wohngebäudes erhöhen (z. B. Fensteraustausch, Dachdämmung), ist die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen zur Vermeidung von Tauwasser- und Schimmelpilzbildung zu prüfen. Hierzu ist ein Lüftungskonzept zu erstellen." (Nummer 2.03).
Das Konzept ist die Prüfung, nicht die Anlage
Der häufigste Einwand — „ich will doch gar keine Lüftungsanlage" — geht am Punkt vorbei. Dieselbe FAQ stellt ausdrücklich klar: „Ein Lüftungskonzept muss nicht zwingend dazu führen, dass eine mechanische Lüftungsanlage vorgesehen wird, wenn die Anforderungen auch mit freier Lüftung erfüllt werden."
Das Ergebnis darf also lauten: freie Lüftung genügt. Es muss nur gerechnet und belegt sein. Erstellen darf das Konzept, erstellen darf es, wer in der Planung, der Ausführung oder der Instandhaltung lüftungstechnischer Maßnahmen oder in der Planung und Modernisierung von Gebäuden tätig ist.
Wann eine Prüfung nach der Norm ansteht
Neben dem Förderrecht kennt die Fachwelt Schwellen, ab denen ein Konzept nach DIN 1946-6 als erforderlich gilt6:
- Neubau: immer
- Ein- und Mehrfamilienhaus, Fenstertausch: mehr als ein Drittel der vorhandenen Fenster
- Einfamilienhaus, Dachsanierung: mehr als ein Drittel der Dachfläche neu abgedichtet
Diese drei Schwellen tragen einen Vorbehalt, und er gehört hierher und nicht in eine Fußnote. Die Norm ist kostenpflichtig und war nicht im Wortlaut prüfbar. Geprüft wurden Titel, Ausgabestand und Abschnittsgliederung. Die Schwellen unten stehen deshalb mit den beiden Belegen, die tatsächlich gelesen wurden.78 Der Nachweis, der förderrechtlich zählt, hängt ohnehin nicht an diesen Schwellen, sondern am Wortlaut der Technischen Mindestanforderungen weiter oben.
Die vier Stufen — und die eine, die ohne dich funktionieren muss
| Stufe | Zweck | nutzerunabhängig |
|---|---|---|
| Lüftung zum Feuchteschutz | Schutz der Bausubstanz vor Feuchte bei reduzierten Lasten | ständig und vollständig |
| Reduzierte Lüftung | hygienischer Mindeststandard bei zeitweiser Abwesenheit | weitestgehend |
| Nennlüftung | hygienische und gesundheitliche Erfordernisse bei Normalnutzung | teilweise, Fensterlüftung anrechenbar |
| Intensivlüftung | Abbau von Lastspitzen | nicht erforderlich |
Die entscheidende Zeile ist die erste. Die Lüftung zum Feuchteschutz muss ständig und vollständig sichergestellt sein — also auch dann, wenn zwei Wochen niemand da ist. Das ist der Grund, warum „dann lüfte ich eben öfter" keine Antwort auf ein Lüftungskonzept ist: Der Schutz der Bausubstanz darf nicht am Verhalten hängen.
Welche Lüftungsanlage die Förderung anerkennt
Kommt eine Anlage, entscheidet nicht der Prospekt, sondern ein Zahlenpaar. Die Technischen Mindestanforderungen9 nennen in Nummer 2.1.1 für Wohngebäude keine einzelnen Kennwerte, sondern Kombinationen: Ein hoher Wärmebereitstellungsgrad η_WBG, umgangssprachlich Rückwärmezahl Wie viel der Wärme aus der Abluft eine Lüftungsanlage an die einströmende Frischluft zurückgibt. Die Förderung verlangt ihn immer zusammen mit einer Obergrenze für den Stromverbrauch der Ventilatoren. allein genügt nicht, er gilt nur zusammen mit der zugehörigen Obergrenze für die Leistungsaufnahme der Ventilatoren.
| Anlagenart | ηWBGWärmebereitstellungsgrad | Pel,VentW je m³/h | ηs (ETAs)bei 35 °C |
|---|---|---|---|
| Bedarfsgeregelte zentrale Abluftanlage Feuchte-, Kohlendioxid- oder Mischgasgeführt | — | ≤ 0,20 | — |
| Anlage mit Wärmeübertrager, zentral, dezentral oder raumweise Variante 1 | ≥ 80 % | ≤ 0,45 | — |
| Anlage mit Wärmeübertrager, zentral, dezentral oder raumweise Variante 2 | ≥ 75 % | ≤ 0,35 | — |
| Kompaktgerät mit Luft-/Luft-Wärmeübertrager und Abluftwärmepumpe ηs bei 35 °C | ≥ 75 % | ≤ 0,45 | ≥ 140 % |
| Kompaktgerät ohne Wärmeübertrager, mit Abluftwärmepumpe ηs bei 35 °C | — | ≤ 0,35 | ≥ 140 % |
Zwei Zeilen, eine Bauart. Die beiden mittleren Zeilen sind zwei zulässige Wege für dasselbe Gerät: entweder ein höherer Wärmebereitstellungsgrad bei etwas mehr Ventilatorstrom oder ein niedrigerer bei sparsameren Ventilatoren. Wer nur den ersten Wert eines Datenblatts vergleicht, vergleicht die falsche Hälfte.
Es gibt einen dritten Weg, der beide Anforderungen ersetzt: Die Anforderungen an Ventilatorleistung und Wärmebereitstellungsgrad gelten als gleichwertig erfüllt, wenn die Anlage einen spezifischen Energieverbrauch von SEV < −34 kWh/(m²·a) nach der Ökodesign-Richtlinie aufweist.
Und zwei Bedingungen, die unabhängig vom Gerät gelten: Eine Lüftungsanlage muss einreguliert sein und mindestens in der Lage sein, die in DIN 1946-6 genannte Lüftung zum Feuchteschutz für die gesamte Nutzungseinheit sicherzustellen. Über die Einstellung der Sollwerte ist außerdem über die Einstellung der Sollwerte ist ein messtechnischer Nachweis nach EN 12599 zu erbringen (Einregulierungsprotokoll). Eine nicht einregulierte Anlage erfüllt die Anforderung nicht, unabhängig davon, was das Datenblatt verspricht.
Was den Preis bestimmt
Auf dieser Seite steht keine Preisspanne. Jede solche Angabe wäre ein Durchschnitt über Anlagen, die mit deiner nichts zu tun haben. Was den Aufwand tatsächlich treibt, lässt sich dagegen benennen — und der mit Abstand größte Posten ist die Frage, ob überhaupt voreinstellbare Ventile vorhanden sind.
Sechs Punkte, die den Aufwand bestimmen
- Ob voreinstellbare Ventile vorhanden sind. Der mit Abstand größte Einzelposten. Ohne sie ist der Abgleich rechenbar, aber nicht einstellbar — dann kommt zu jeder Rechnung ein Ventiltausch je Heizkörper.
- Ob Bestandsunterlagen existieren. Verfahren B verlangt eine raumweise Heizlast. Liegen Grundrisse und Bauteilaufbauten vor, ist das Rechenarbeit; liegen sie nicht vor, ist es zuerst Aufnahmearbeit.
- Zweirohr oder Einrohrheizung Eine Bauweise vor allem der 1970er Jahre: Alle Heizkörper eines Rings hängen an derselben Leitung, jeder nächste bekommt das schon abgekühlte Wasser. Sie lässt sich abgleichen, aber nach anderen Regeln als das übliche Zweirohrsystem. . Ein Einrohrsystem lässt sich abgleichen, aber nach anderen Regeln — der Temperaturabfall über den Ring muss mitgerechnet werden.
- Heizkörper oder Flächenheizung. Am Verteilerkasten einer Flächenheizung ist die Einstellung schnell gemacht; die Unsicherheit liegt dort in der Aufnahme der verlegten Kreise.
- Ob Heizflächen getauscht werden müssen. Das ergibt sich aus der Umkehrrechnung weiter oben und steht erst nach der raumweisen Aufnahme fest — nie vorher, und nie fürs ganze Haus pauschal.
- Bei der Lüftung: zentral, dezentral oder gar nicht. Die Entscheidung fällt im Lüftungskonzept, und das Konzept ist der günstigste Teil des ganzen Vorgangs.
Was sich belastbar sagen lässt, ist die amtliche Obergrenze. Die Heizungsoptimierung fällt unter dieselbe Höchstgrenze förderfähiger Ausgaben wie die Gebäudehülle: 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, 15.000 Euro für die zweite bis sechste, 8.000 Euro ab der siebten und 60.000 Euro, wenn der iSFP-Bonus gewährt wird.9 Das ist keine Preisangabe und keine Zusage über die Höhe einer Förderung, sondern ein Deckel — aber ein amtlicher.
Was vorher und was nachher kommt
- Vorher: die Hülle. Jede Maßnahme an Dachdämmung, Fassadendämmung oder Fenstersanierung senkt die Raumheizlast — die Umkehrrechnung oben sagt, wie viel Dämmung ein Grad wert ist.
- Dann: die raumweise Heizlast Wie viel Leistung in Kilowatt ein Gebäude am kältesten Tag braucht. Sie bestimmt, wie groß der Wärmeerzeuger sein muss, und sie sinkt, sobald die Hülle gedämmt ist. . Gemeinsame Eingangsgröße für den Abgleich und für die Auslegung des Erzeugers — siehe Heizlastberechnung.
- Dann: Verteilung und Regelung. Abgleich, Vorlauftemperatur, Heizkurve; danach steht fest, mit welcher Temperatur das Haus auskommt.
- Erst dann: der Erzeuger. Warum die Leistung des alten Kessels keine Auskunft über den Bedarf ist, steht auf Wärmeerzeugung.
Die Ausnahme, die wichtig ist. Wer vor der Dämmung abgleichen lässt, gleicht ein Gebäude ab, das es danach nicht mehr gibt — und bezahlt ihn zweimal. Wird die Anlagentechnik dagegen ohnehin erneuert, ist der Abgleich keine Option: „Für Gebäude mit wassergeführten Heizungssystemen ist bei Erneuerung der Anlagentechnik die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs nach Verfahren B stets erforderlich."1011
Fundstellen und der Sonderfall luftgeführter Anlagen
Bei luftgeführten Wärmepumpen und anderen luftheizenden Systemen ist kein hydraulischer Abgleich möglich; dort tritt die Einregulierung der Luftvolumenströme an seine Stelle.
Zitiert ist die technische FAQ, Nummer 8.03; dieselbe Liste trägt das Lüftungskonzept unter Nummer 2.03 und die Einregulierung der Lüftungsanlage unter Nummer 7.03. Das Bestätigungsformular für Verfahren B stammt aus der VdZ-Fachregel.
Was wir an deiner Anlage machen
Wir planen und rechnen, wir bauen nicht. Das ist keine Einschränkung, sondern der Grund, warum die Zahlen unten nicht davon abhängen, was hinterher verkauft wird.
- Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 in Verbindung mit DIN/TS 12831-1
- Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, mit Bestätigungsformular
- Prüfung jeder vorhandenen Heizfläche gegen ihre erforderliche Leistung
- Die erreichbare Vorlauftemperatur als Zahl, nicht als Einschätzung
- Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 — auch dann, wenn keine Anlage kommt
- Bewertung einer Lüftung mit Wärmerückgewinnung gegen die geltenden Anforderungswerte
- Die Nachweise, die für die Förderung des Erzeugers ohnehin verlangt werden
Und was wir nicht tun: eine Einsparung in Prozent versprechen. Die im Markt kursierenden Werte für den hydraulischen Abgleich sind Durchschnitte über fremde Gebäude. Was er in deinem Haus bewirkt, hängt daran, wie schlecht die Verteilung vorher war — und das weiß vor der Aufnahme niemand.
Brauche ich für eine Wärmepumpe neue Heizkörper?
Das ist die falsche Frage, und sie ist der Grund, warum so viele Beratungen an dieser Stelle scheitern. Die richtige lautet: Wie weit ist die Heizlast dieses Raums gesunken, und was gibt die vorhandene Fläche bei der Temperatur ab, die die Wärmepumpe liefern soll?
Gerechnet nach der zweiten Heizkörpergleichung gibt ein üblicher Gliederheizkörper bei 55 Grad Vorlauf und 50 Grad Rücklauf noch etwa 57 Prozent seiner Normwärmeleistung ab, bei 35 Grad noch etwa 16 Prozent. Das klingt dramatisch und ist es nur dann, wenn die Heizlast des Raums gleich geblieben ist.
Wurde der Heizkörper nach der alten Auslegung 90/70 eingebaut und ist die Raumheizlast seither auf rund 46 Prozent gesunken — etwa durch Dach, Fenster und Fassade —, dann trägt dieselbe Fläche den Raum bei 55 Grad. Für 45 Grad müsste sie auf etwa 28 Prozent sinken.
Deshalb wird die Frage raumweise beantwortet und nicht fürs Haus. In aller Regel sind es einzelne Räume, an denen es hängt, und nicht alle.
Ist der hydraulische Abgleich Pflicht?
Zweimal ja, aus zwei verschiedenen Richtungen — und beide Male gilt es nicht für jedes Haus.
Ordnungsrecht: § 60c GModG verlangt ihn in Gebäude mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbständigen Nutzungseinheiten, und zwar nach dem Einbau oder der Aufstellung einer Heizungsanlage, zum Zweck der Inbetriebnahme. Ein Einfamilienhaus fällt damit nicht darunter.
Förderrecht: Hier ist die Schwelle egal. Die Technischen Mindestanforderungen sagen: „Die Förderung setzt bei wassergeführten Heizungssystemen ein hydraulisch abgeglichenes Heizungssystem voraus. Sofern ein Heizungssystem nicht abgeglichen ist, muss ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B gemäß aktuellem Bestätigungsformular des hydraulischen Abgleichs sowie der zugehörigen Fachregel der „VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V.“ durchgeführt werden." Wer also die Anlagentechnik fördern lässt, braucht ihn — auch im Einfamilienhaus.
Der praktische Unterschied: Das Gesetz zwingt wenige, das Förderrecht betrifft fast alle, die etwas vorhaben.
Was kostet ein hydraulischer Abgleich?
Auf dieser Seite steht dazu keine Zahl, und der Grund lässt sich benennen: Der Aufwand hängt fast vollständig an der Anlage, nicht an der Wohnfläche. Ob voreinstellbare Ventile vorhanden sind oder erst montiert werden müssen, ob ein Zweirohr- oder ein Einrohrsystem vorliegt, ob Bestandsunterlagen existieren oder jeder Raum neu aufgenommen wird — das sind Faktoren, die den Aufwand vervielfachen können.
Was sich belastbar sagen lässt, ist die amtliche Obergrenze. Die Heizungsoptimierung nach Nummer 5.4 Buchstabe a fällt unter dieselbe Höchstgrenze förderfähiger Ausgaben wie die Gebäudehülle: 30.000 Euro für die erste Wohneinheit, 60.000 Euro, wenn für die Maßnahme der iSFP-Bonus gewährt wird. Das ist keine Preisangabe, sondern ein Deckel — aber ein amtlicher.
Quelle Nummer 8.3.1 a der BEG EM vom 17. Juli 2026, in Kraft seit 21. Juli 2026, Geltungsdauer bis 31. Dezember 2030; Wortlaut geprüft am 01.08.2026. Die Richtlinie wird regelmäßig überarbeitet und gilt jeweils nur in der zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen Fassung.
Kann ich den hydraulischen Abgleich selber machen?
Rechnen kannst du ihn. Anerkannt wird er so nicht.
Für die Förderung ist der Nachweis an ein bestimmtes Papier gebunden: Nachzuweisen mit dem Formular „Bestätigung des Hydraulischen Abgleichs" der VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V. Ausgestellt wird es vom ausführenden Fachunternehmen, nicht vom Eigentümer.
Der zweite Grund ist inhaltlich. Verfahren B setzt eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 in Verbindung mit DIN/TS 12831-1 voraus. Die Online-Rechner, die im Netz als „Abgleich" firmieren, schätzen die Heizlast aus Fläche und Baujahr. Das ist Verfahren A, und es liefert genau die Zahl nicht, um die es hier geht: die Vorlauftemperatur, mit der das Haus im kältesten Fall noch warm wird.
Brauche ich ein Lüftungskonzept, wenn ich gar keine Lüftungsanlage will?
Ja — und das ist der am häufigsten übersehene Punkt einer geförderten Sanierung. Das Konzept ist die Prüfung, ob lüftungstechnische Maßnahmen nötig sind. Es ist nicht die Entscheidung für eine Anlage.
Die Technischen Mindestanforderungen verlangen in der Nachweisliste zu jeder Hüllenmaßnahme: „Bei Sanierungsmaßnahmen, welche die Luftdichtheit des Gebäudes erhöhen: Lüftungskonzept, über die Notwendigkeit lüftungstechnischer Maßnahmen (zum Beispiel unter Anwendung der DIN 1946-6)". Die technische FAQ stellt dazu ausdrücklich klar: „Ein Lüftungskonzept muss nicht zwingend dazu führen, dass eine mechanische Lüftungsanlage vorgesehen wird, wenn die Anforderungen auch mit freier Lüftung erfüllt werden."
Das Ergebnis darf also lauten: freie Lüftung genügt. Nur belegt sein muss es. Wer Fenster tauscht oder das Dach dämmt und den Nachweis nicht führt, riskiert ihn im Verwendungsnachweis — und trägt bis dahin das Feuchterisiko unbemerkt selbst.
Wird mein Haus durch die Dämmung nicht zu dicht?
Dicht ist kein Fehler, sondern das Ziel — unkontrolliert undicht war der Fehler. Der Unterschied liegt darin, dass eine dichte Hülle einen geplanten Luftwechsel braucht statt eines zufälligen durch Fugen.
Das Ordnungsrecht regelt die Dichtheit für zu errichtende Gebäude und stellt zugleich klar: „Öffentlich-rechtliche Vorschriften über den zum Zweck der Gesundheit und Beheizung erforderlichen Mindestluftwechsel bleiben unberührt." Es verweist damit nach draußen, statt selbst eine Schwelle zu nennen — und genau deshalb steht die maßgebliche Regel für den Bestand nicht im Gesetz, sondern in der Norm und in den Förderbedingungen.
Der kritische Punkt ist die unterste der vier Lüftungsstufen, die Lüftung zum Feuchteschutz: Sie muss ständig und vollständig ohne Zutun der Bewohner funktionieren. Wer zwei Wochen verreist, lüftet nicht.
Kann ich mit der Fußbodenheizung im Sommer auch kühlen?
Technisch ja, und es ist die stillste Kühlung, die es gibt — aber es ist kein Klimagerät, und der Unterschied ist bauphysikalisch und nicht geschmacklich.
Eine Flächenheizung kühlt über dieselbe Fläche, über die sie heizt. Weil die Fläche groß ist, genügen kleine Temperaturunterschiede. Genau daraus folgt die Grenze: Die Fläche darf nur so weit heruntergekühlt werden, dass die Raumluft an ihr nicht kondensiert. Ohne Taupunktüberwachung steht sonst Wasser auf dem Boden.
Praktisch heißt das: Die Kühlleistung ist begrenzt und wirkt gegen die Grundlast, nicht gegen die Spitze. Sie ersetzt keinen sommerlichen Wärmeschutz.
Ich habe eine Einrohrheizung. Ist damit alles vorbei?
Nein, aber es wird nach anderen Regeln gerechnet. Bei einer Einrohrheizung hängen alle Heizkörper eines Rings an derselben Leitung: Jeder nächste bekommt das Wasser, das der vorherige schon abgekühlt hat. Die Vorlauftemperatur am letzten Heizkörper ist damit systembedingt niedriger als am ersten.
Ein Abgleich ist möglich und sinnvoll, er verteilt aber nicht nur Wassermengen, sondern muss den Temperaturabfall über den Ring mitrechnen. Das ist der Fall, in dem eine pauschale Ventilvoreinstellung am zuverlässigsten das Falsche tut.
Die Möglichkeiten im Einzelnen.
Bis hierher ging es darum, wonach du entscheidest. Was der einzelne Weg dann in der Ausführung bedeutet — Aufbau, Reihenfolge, was dabei schiefgeht —, steht jeweils auf seiner eigenen Seite.
- Lüftungskonzept
Der Nachweis nach DIN 1946-6 Schritt für Schritt — und die vier Lüftungsstufen mit dem, was sie für ein bewohntes Haus bedeuten.
- Fußbodenheizung
Was die Fläche im Bestand möglich macht — Aufbauhöhe, Decke, Bodenbelag — und was sie trägt: die Heizlast des einzelnen Raums.
- Heizkörper
Welcher Heizkörper bei niedriger Vorlauftemperatur trägt — und warum ein Konvektor sich dabei schlechter verhält als der alte Radiator.
- Wärmerückgewinnung
Warum ein Rückgewinnungsgrad ohne die Ventilatorleistung daneben keine Aussage ist — und was die Förderung deshalb als Paar verlangt.
Was hier gefördert wird.
Beide Hälften dieser Seite sind förderfähig, aber über verschiedene Nummern. Die Heizungsoptimierung nach Nummer 5.4 Buchstabe a umfasst ausdrücklich den hydraulischen Abgleich einschließlich der Einstellung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur sowie den Einbau von Flächenheizungen und Niedertemperaturheizkörpern. Sie gilt für Bestandsgebäude mit höchstens fünf Wohneinheiten, bei Nichtwohngebäuden höchstens 1.000 Quadratmeter beheizte Fläche. Voraussetzung ist außerdem, dass die Heizungsanlage ist älter als zwei Jahre und, wenn sie mit fossilen Brennstoffen betrieben wird, nicht älter als zwanzig Jahre — die zweite Hälfte dieses Satzes wird fast nie genannt und ist genau die Stelle, an der die Beratung von Optimierung auf Tausch umschlägt (Nummer 4.1 der Anlage „Technische Mindestanforderungen“).
Nicht förderfähig innerhalb der Maßnahme „Heizungsoptimierung“ ist der Einbau beziehungsweise Austausch von Wärmeerzeugern. Der Erzeuger läuft über eine eigene Nummer und eine eigene Höchstgrenze; das steht auf der Seite zur Wärmeerzeugung. Lüftungsanlagen zählen zur Anlagentechnik und müssen die Werte aus der Tafel im Abschnitt „Welche Lüftungsanlage die Förderung anerkennt" erreichen.
Keine Fördersätze auf dieser Seite, mit einer Ausnahme: der amtlichen Obergrenze. Für Maßnahmen nach den Nummern 5.1, 5.2 und 5.4 — Hülle, Anlagentechnik ohne Wärmeerzeuger und Heizungsoptimierung zusammen — liegt die Höchstgrenze förderfähiger Ausgaben bei 30.000 Euro für die erste Wohneinheit und steigt auf 60.000 Euro, wenn der iSFP-Bonus gewährt wird; nachzulesen in Nummer 8.3.1 a der BEG EM vom 17. Juli 2026, in Kraft seit 21. Juli 2026, Geltungsdauer bis 31. Dezember 2030; Wortlaut geprüft am 01.08.2026. Das ist ein Deckel und keine Zusage über die Höhe einer Förderung in deinem Fall. Die Richtlinie wird regelmäßig überarbeitet und gilt jeweils nur in der zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen Fassung. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wird der ausführende Betrieb beauftragt, bevor der Antrag gestellt ist, gilt die Maßnahme als begonnen und ist damit von der Förderung ausgeschlossen. Rückwirkend heilen lässt sich das nicht.
Das hängt mit anderem am Haus zusammen.
Diese Bezüge sind das Verkaufsargument: Sie sind der Grund, warum die Reihenfolge über das Ergebnis entscheidet, und was ein einzelner Gewerkebetrieb nicht anbieten kann.
- Wärmeerzeugung
Die Vorlauftemperatur ist die Schnittstelle. Jedes Grad weniger verbessert die Arbeitszahl des Erzeugers — und ob die Anlage sie schafft, entscheidet sich hier und nicht im Gerätedatenblatt.
- Dachdämmung
Jede Hüllenmaßnahme senkt die Raumheizlast und damit die nötige Vorlauftemperatur. Die Umkehrrechnung auf dieser Seite zeigt, wie viel Dämmung ein Grad wert ist.
- Fenstersanierung
Der Fenstertausch ist die Maßnahme, die die Luftdichtheit am unmittelbarsten erhöht — und damit der häufigste Auslöser für das Lüftungskonzept.
Wer diese Seite verantwortet
Robert Lammert
Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50
- Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
- Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
- Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
- Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)
Ich rechne, bevor ich empfehle. Was allgemein gilt, ist schnell gesagt. Was an deiner Anlage gilt, steht erst nach der raumweisen Aufnahme fest.
Zuletzt geprüft am 31. Juli 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.
Quellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis), Zensus 2022, Gebäude- und Wohnungszählung, Stichtag 15.05.2022Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0Abgerufen 29.07.2026
- Gebäudemodernisierungsgesetz § 60c, Hydraulischer Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz)Abgerufen 31.07.2026
- Gebäudemodernisierungsgesetz § 60b, Prüfung und Optimierung älterer Heizungsanlagen (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz)Abgerufen 31.07.2026
- Recknagel · Sprenger · Schramek, Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik, Auszug „Heizflächenauslegung bei Heizkörperheizungen“Zweite Heizkörpergleichung, logarithmische Übertemperatur, HeizkörperexponentAbgerufen 31.07.2026
- DIN EN 442-2:2015-03, Radiatoren und Konvektoren – Teil 2: Prüfverfahren und LeistungsangabeNormprüfbedingung 75/65/20 °C, Kennlinie und HeizkörperexponentAbgerufen 31.07.2026
- DIN 1946-6:2019-12, Raumlufttechnik – Teil 6: Lüftung von WohnungenLüftungskonzept, Abschnitte 4 und 5; vier LüftungsstufenAbgerufen 31.07.2026
- Verbraucherzentrale NRW / Umweltamt Düsseldorf, Rolf Schmidt: DIN 1946-6 – Lüften nach Konzept. Konsequenzen und Randbedingungen für Planung und Ausführung im WohnungsbauAbgerufen 31.07.2026
- Bundesverband für Wohnungslüftung e. V., Merkblatt „Lüften nach Konzept – DIN 1946-6: Lüftung von Wohnungen"Abgerufen 31.07.2026
- Förderrichtlinie BEG EM vom 17. Juli 2026, Anlage: Technische MindestanforderungenAbgerufen 31.07.2026
- Bundesförderung für effiziente Gebäude – Liste der technischen FAQ, Einzelmaßnahmen, Version 7.0, in Kraft seit 01.06.2026Abgerufen 31.07.2026
- ZVSHK-Fachregel „Optimierung von Heizungsanlagen im Bestand", VdZ – Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e. V., 1. aktualisierte Neuauflage April 2022, Nummer 4.2 (Verfahren B)Abgerufen 31.07.2026
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