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Fenstersanierung

Einbau und Anschluss

Der Anschluss ist kein Nebenposten. Er entscheidet darüber, ob Wärme, Feuchte und Schlagregen am Rahmen bleiben oder in die Konstruktion gelangen — und er ist die zweite Rechnung, die zu einem Fenster gehört.

Ein Fenster in seiner Öffnung: Zwischen Mauerwerk und Rahmen läuft die Anschlussfuge als geschlossener Ring einmal um das Fenster herum, und auf ihrer ganzen Länge tritt Wärme nach außen. Nicht die Scheibe, sondern die Länge dieser Fuge entscheidet, was im Haus ankommt.

Das Wichtigste zuerst

Innen dichter als außen — und die Fuge wiegt schwerer als die dritte Scheibe. Der Wechsel von zwei auf drei Scheiben verbessert ein Fenster der Standardgröße um 0,34 W/(m²·K). Zwischen dem besten und dem schlechtesten der drei Anschlüsse liegen 0,45 W/(m²·K). Über die erste Zahl wird im Angebot verhandelt; die zweite steht dort nicht.

Was vom Fensterwert im Haus ankommt

Auf Fenstersanierung geht es um das Bauteil: welchen Wert ein Fenster aus Rahmen, Scheibe und Glasrand erreicht. Hier geht es um die Fuge, die um dieses Bauteil herumläuft. Sie ist keine Nebensache der Montage, sondern eine eigene Größe mit eigener Einheit — und mit einem Ergebnis, das im Angebot nicht auftaucht.

Auf seiner ganzen Länge verliert der Anschluss zwischen Rahmen und Mauerwerk Wärme. Gerechnet wird er deshalb je Meter statt je Quadratmeter: als ψ-Wert längenbezogener Wärmedurchgangskoeffizient Der Verlust an einer Kante oder Fuge, gerechnet je Meter Länge statt je Quadratmeter Fläche. Damit werden Glasränder und Anschlüsse erfasst, die in einer reinen Flächenrechnung untergehen. . Damit dieselbe Zahl neben dem Uw Wärmedurchgangskoeffizient des Fensters Der Wert des ganzen Fensters aus Rahmen, Verglasung und Glasrandverbund. Er ist die Größe, die Gesetz und Förderung meinen — und er hängt an der Größe des Fensters, weil sich mit ihr der Rahmenanteil ändert. stehen kann, wird sie umgerechnet — ψ mal Umfang, geteilt durch die Fensterfläche. Am Fenster der Standardgröße kommen dabei 2,98 m je Quadratmeter Fuge auf einen Quadratmeter Fenster.

Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m: aus 0,94 W/(m²·K) am Bauteil werden im Haus 1,1, 1,2, 1,5 — je nach Anschluss. Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m, Bauteilwert 0,94 W/(m²·K). Mit einem Anschluss von 0,05 W/(m·K) (Rahmen in der Dämmebene, Laibung überdämmt) kommen 1,1 im Haus an, Mit einem Anschluss von 0,10 W/(m·K) (Rahmen in der Wandebene, Laibung dünn gedämmt) kommen 1,2 im Haus an, Mit einem Anschluss von 0,20 W/(m·K) (Rahmen in der ungedämmten Laibung, Anschluss nur ausgeschäumt) kommen 1,5 im Haus an. Zum Vergleich: Die Förderung verlangt am Bauteil höchstens 0,95, das Ordnungsrecht höchstens 1,30 W/(m²·K). Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m, dreifach verglast Oben der Wert aus dem Angebot, darunter derselbe Bauteilwert mit drei Anschlüssen Gestrichelt: Förderanforderung 0,95 und gesetzlicher Höchstwert 1,30 W/(m²·K) Förderung Gesetz Bauteil im Angebot 0,94 in der Dämmebene 1,1 ψ 0,05 W/(m·K) Laibung dünn gedämmt 1,2 ψ 0,10 W/(m·K) ungedämmte Laibung 1,5 ψ 0,20 W/(m·K) Der Anschlussverlust wird nicht am Fenster nachgewiesen, sondern im Wärmebrückenzuschlag der ganzen Hülle. Die Zahlen sagen, was im Haus ankommt — nicht, was im Antrag steht. ψ-Werte: Annahmen für drei Ausführungen, keine Messung an deinem Anschluss. Aus 0,94 W/(m²·K) am Bauteil werden im Haus 1,1, 1,2, 1,5 — je nach Anschluss. Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m, Bauteilwert 0,94 W/(m²·K). Mit einem Anschluss von 0,05 W/(m·K) (Rahmen in der Dämmebene, Laibung überdämmt) kommen 1,1 im Haus an, Mit einem Anschluss von 0,10 W/(m·K) (Rahmen in der Wandebene, Laibung dünn gedämmt) kommen 1,2 im Haus an, Mit einem Anschluss von 0,20 W/(m·K) (Rahmen in der ungedämmten Laibung, Anschluss nur ausgeschäumt) kommen 1,5 im Haus an. Zum Vergleich: Die Förderung verlangt am Bauteil höchstens 0,95, das Ordnungsrecht höchstens 1,30 W/(m²·K). Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m Bauteilwert und drei Anschlüsse, in W/(m²·K) Gestrichelt: Förderung 0,95, Gesetz 1,30 Bauteil im Angebot 0,94 in der Dämmebene 1,1 Laibung dünn gedämmt 1,2 ungedämmte Laibung 1,5 Was im Haus ankommt, nicht was im Antrag steht. ψ-Werte sind Annahmen, keine Messung.
Dasselbe Fenster mit 0,94 W/(m²·K) kommt im Haus bei 1,1 an, wenn der Rahmen in der Dämmebene sitzt, bei 1,2 bei dünn gedämmter Laibung und bei 1,5 in der ungedämmten Laibung — über dem gesetzlichen Höchstwert von 1,30.3

Lies die untere Zeile. Ein Fenster, das die Förderanforderung von 0,95 W/(m²·K)1 erfüllt, kommt mit einem nur ausgeschäumten Anschluss in einer ungedämmten Laibung bei 1,5 W/(m²·K) im Haus an. Der gesetzliche Höchstwert für dieses Bauteil liegt bei 1,30 W/(m²·K)2 — das gekaufte Fenster ist also besser, als das Gesetz verlangt, und der eingebaute Zustand schlechter.

Ein Rechtsverstoß ist das nicht, und an der Unterscheidung hängt einiges: Der Höchstwert gilt dem Bauteil. Der Verlust am Anschluss wird nicht im Uw nachgewiesen, sondern im Wärmebrückenzuschlag der gesamten Hülle. Die Rechnung hier weist deshalb nichts nach — sie sagt, was du bezahlst.

Der Rechenweg, Schritt für Schritt

Gerechnet wird nach der Norm, aus der auch der Fensterwert selbst kommt3. Der Anschluss kommt als vierter Anteil hinzu:

Umfang des Fensters mal ψ ergibt den Verlust in Watt je Kelvin. Geteilt durch die Fensterfläche ergibt das einen Zuschlag in derselben Einheit wie der Fensterwert. Beim Fenster der kleinen Standardgröße 1,23 m × 1,48 m4 sind das 2,98 m je Quadratmeter. Mit ψ = 0,10 W/(m·K) wird daraus ein Zuschlag von 0,30 W/(m²·K).

Die drei ψ-Werte sind Annahmen und keine Messung. Sie stehen für drei Ausführungen, die jeder Bauleiter kennt, und zeigen die Größenordnung des Unterschieds — nicht die Qualität deines Anschlusses. Der belastbare Wert für ein bestimmtes Detail kommt aus einer Wärmebrückenberechnung. Ebenso sind Scheiben-, Rahmen- und Randwert Annahmen: Ug = 0,60 W/(m²·K), Uf = 1,20 W/(m²·K), ψg = 0,06 W/(m·K), umlaufende Rahmenbreite 12 cm.

Zwei Hebel am selben Fenster — der teurere ist der kleinere

Im Angebot steht eine Entscheidung zur Verhandlung: zwei Scheiben oder drei. Sie ist echt, sie kostet Geld, und sie ist rechenbar. Am Fenster der Standardgröße bringt der Schritt von 1,10 W/(m²·K) auf 0,60 W/(m²·K) an der Verglasung genau 0,34 W/(m²·K) am fertigen Fenster.

Die dritte Scheibe bringt 0,34 W/(m²·K), die Spanne der drei Anschlüsse ist 0,45 W/(m²·K). Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m: Der Wechsel von zweifacher auf dreifache Verglasung verbessert den Fensterwert um 0,34 W/(m²·K). Zwischen dem besten und dem schlechtesten der drei Anschlüsse liegen 0,45 W/(m²·K). Der Anschluss wiegt damit schwerer als die Scheibe, und er steht in keinem Angebot als Zahl. Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m Zwei Hebel an derselben Öffnung, beide in W/(m²·K) am fertigen Fenster dritte Scheibe Ug 1,10 statt 0,60 W/(m²·K) 0,34 Anschluss ψ 0,20 statt 0,05 W/(m·K) 0,45 Die beiden Größen sind nicht austauschbar: Die Scheibe wird gekauft, der Anschluss ausgeführt. Nur eine der beiden steht als Zahl im Angebot. Dritte Scheibe 0,34, Spanne der Anschlüsse 0,45 W/(m²·K). Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m: Der Wechsel von zweifacher auf dreifache Verglasung verbessert den Fensterwert um 0,34 W/(m²·K). Zwischen dem besten und dem schlechtesten der drei Anschlüsse liegen 0,45 W/(m²·K). Der Anschluss wiegt damit schwerer als die Scheibe, und er steht in keinem Angebot als Zahl. Fenster der Standardgröße 1,23 m × 1,48 m Zwei Hebel, beide in W/(m²·K) dritte Scheibe Ug 1,10 statt 0,60 W/(m²·K) 0,34 Anschluss ψ 0,20 statt 0,05 W/(m·K) 0,45 Nur eine der beiden steht im Angebot.
Der Wechsel von zwei auf drei Scheiben bringt an diesem Fenster 0,34 W/(m²·K); zwischen dem besten und dem schlechtesten der drei Anschlüsse liegen 0,45.3

Daneben steht die zweite Entscheidung, über die niemand verhandelt, weil sie kein Produkt ist: 0,45 W/(m²·K) liegen zwischen einem Rahmen in der Dämmebene und einem Rahmen in der ungedämmten Laibung. Das ist mehr als die Scheibe hergibt.

Gegeneinander austauschbar sind die beiden Größen nicht, und dieser Satz ist der wichtigere: Die Scheibe entscheidet über Schallschutz, Gewicht und Preis mit, der Anschluss über Feuchte und Schimmel. Wer die dritte Scheibe kauft, tut nichts Falsches. Wer sie kauft und den Anschluss nicht beschreibt, gibt mehr weg, als sie einbringt.

Warum das kleine Fenster zweimal verliert

Am Verhältnis von Umfang zu Fläche hängt der Zuschlag, und bei kleinen Öffnungen ist dieses Verhältnis größer. Am Kellerfenster kommen 6,67 m je Quadratmeter Fuge auf einen Quadratmeter Fenster, an der großen Standardgröße 2,27 m je Quadratmeter. Bei völlig gleicher Ausführung.

Fugenlänge je Quadratmeter Fenster: 6,67 Meter am Kellerfenster, 2,27 an der Standardgröße groß — Zuschlag 0,67 gegen 0,23 W/(m²·K). Fünf Öffnungen, dieselbe Bauart, derselbe Anschluss mit ψ 0,10 W/(m·K). Kellerfenster 0,36 m²: 6,67 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,67 W/(m²·K); Badfenster 0,80 m²: 4,50 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,45 W/(m²·K); Standardgröße klein 1,82 m²: 2,98 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,30 W/(m²·K); Terrassentür 2,20 m²: 2,91 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,29 W/(m²·K); Standardgröße groß 3,23 m²: 2,27 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,23 W/(m²·K). Zwischen Kellerfenster und Standardgröße groß liegt beim Zuschlag der Faktor 2,9. Fünf Öffnungen, dieselbe Bauart, derselbe Anschluss mit ψ 0,10 W/(m·K) Balken: Meter Anschlussfuge auf einen Quadratmeter Fenster Rechts: der Zuschlag daraus und der Wert, der im Haus ankommt Kellerfenster 0,36 m² 6,67 m/m² +0,67 → 1,9 Badfenster 0,80 m² 4,50 m/m² +0,45 → 1,5 Standardgröße klein 1,82 m² 2,98 m/m² +0,30 → 1,2 Terrassentür 2,20 m² 2,91 m/m² +0,29 → 1,2 Standardgröße groß 3,23 m² 2,27 m/m² +0,23 → 1,1 Dieselbe Ausführung, derselbe Handwerker, dasselbe Material — und am kleinsten Fenster kostet der Anschluss das 2,9-fache. Fugenlänge je Quadratmeter: 6,67 Meter am Kellerfenster, 2,27 an der Standardgröße groß. Fünf Öffnungen, dieselbe Bauart, derselbe Anschluss mit ψ 0,10 W/(m·K). Kellerfenster 0,36 m²: 6,67 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,67 W/(m²·K); Badfenster 0,80 m²: 4,50 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,45 W/(m²·K); Standardgröße klein 1,82 m²: 2,98 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,30 W/(m²·K); Terrassentür 2,20 m²: 2,91 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,29 W/(m²·K); Standardgröße groß 3,23 m²: 2,27 Meter Fuge je Quadratmeter, Zuschlag 0,23 W/(m²·K). Zwischen Kellerfenster und Standardgröße groß liegt beim Zuschlag der Faktor 2,9. Dieselbe Bauart, ψ 0,10 W/(m·K) Balken: Meter Fuge je m² Fenster Rechts: Zuschlag in W/(m²·K) Kellerfenster 6,67 +0,67 Badfenster 4,50 +0,45 Standardgröße klein 2,98 +0,30 Terrassentür 2,91 +0,29 Standardgröße groß 2,27 +0,23 Am kleinsten Fenster das 2,9-fache.
Am Kellerfenster kommen 6,67 Meter Anschlussfuge auf einen Quadratmeter Fenster, an der großen Standardgröße 2,27 — derselbe Anschluss kostet dort 0,67 und hier 0,23 W/(m²·K).3

Damit verliert das kleine Fenster zum zweiten Mal. Den ersten Verlust trägt es am Rahmenanteil, und der steht auf Verglasung: Derselbe Rahmen um weniger Glas ergibt einen schlechteren Wert, ohne dass am Fenster etwas anders gebaut wäre. Der Anschluss legt denselben Nachteil noch einmal darauf.

Für die Entscheidung heißt das: An kleinen Öffnungen wirkt eine sorgfältige Laibung stärker als eine bessere Scheibe. An einer Terrassentür ist es umgekehrt. Wer ein Haus mit vielen kleinen Fenstern hat, sollte das Geld deshalb eher in die Ausführung als in den Produktaufpreis stecken — und wer beides kauft, sollte wenigstens wissen, was er wofür zahlt.

Die Fuge hat drei Aufgaben, und Bauschaum erfüllt eine

Die Einbaufuge Der Spalt zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Er wird gedämmt, innen luftdicht und außen schlagregendicht geschlossen. Ausschäumen allein leistet keines von beidem. zwischen Rahmen und Mauerwerk muss drei verschiedene Dinge leisten, und sie leistet sie in drei getrennten Ebenen von innen nach außen:

innen: luftdichte Ebene Die durchgehende, fugenlose Schicht, die verhindert, dass warme Raumluft durch Ritzen in die Konstruktion strömt. Meist ist es dieselbe Bahn wie die Dampfbremse. Sie scheitert nie in der Fläche, sondern an den Anschlüssen.
Sie hält warme, feuchte Raumluft aus der Fuge heraus. Ohne sie wandert Feuchte in den Spalt, kühlt dort ab und fällt als Wasser aus. Ausgeführt wird sie mit Folie, Dichtband oder Putzanschluss — nicht mit Schaum.
in der Mitte: gedämmt
Sie schließt die Lücke im Wärmeschutz. Das ist die Ebene, in der Schaum, Mineralwolle oder ein vorkomprimiertes Band arbeiten. Sie ist die einzige der drei, die eine Dose leisten kann.
außen: Schlagregen Regen, der vom Wind waagerecht gegen die Fassade getrieben wird. Wie stark eine Wand ihm ausgesetzt ist, entscheidet mit darüber, welcher Wandaufbau zulässig ist — besonders bei der Innendämmung.
Sie hält den Regen ab, den der Wind waagerecht gegen die Fassade treibt — und muss trotzdem nach außen austrocknen können. Deshalb ist sie dampfdurchlässiger als die innere und nicht dichter.

Daraus folgt die alte Regel, die trotzdem ständig verletzt wird: innen dichter als außen. Wird sie umgedreht — außen eine dichte Kartusche, innen nur Schaum —, kommt Feuchte hinein und nicht mehr heraus. Sie zeigt sich zwei Winter später als schwarzer Rand an der Laibung Die seitliche Fläche der Fenster- oder Türöffnung in der Wand. Sie ist schmal, wird deshalb gern nur dünn gedämmt, und genau dort wird die Wand am kältesten. .

Dass die drei Ebenen nicht unsere Erfindung sind, steht im Förderrecht: Für den Erhalt eines Fensters listet die Förderung sechs Mindestmaßnahmen auf, und drei davon sind genau diese Fuge — Dämmung der Einbaufuge, luftdichter Anschluss innen, schlagregendichter Anschluss außen4. Für den Ersatz stehen dieselben Anforderungen als Nachweispflicht daneben. Zur Reparatur des vorhandenen Fensters steht mehr auf Instandsetzung.

Ein Produktblatt ersetzt das Anschlussdetail nicht. Ein Band kann alle drei Ebenen tragen, wenn es dafür gebaut, richtig breit gewählt und in eine tragfähige, staubfreie Laibung eingebaut wird — drei Bedingungen, die auf der Dose nicht stehen. Verlangt wird deshalb keine Marke, sondern eine Zeichnung: welche Ebene wo liegt, an Sturz, Laibung, Fensterbank und Rollladenkasten.

Wo der Rahmen sitzt, entscheidet sich vor dem Kauf

Die drei Zahlen der ersten Rechnung stehen für drei Lagen des Rahmens in der Wandtiefe. Der beste Wert gehört zu einem Rahmen, der in der Dämmebene sitzt und dessen Laibung überdämmt ist. Solange die Wand ungedämmt ist, gibt es diese Ebene nicht — sie entsteht erst mit der Fassadendämmung.

Handwerklich ist diese Frage nicht, sie gehört in die Planung — und sie fällt vor der Bestellung. Wer die Fenster zuerst tauscht, legt die Lage der Dämmebene fest, bevor sie geplant ist. Kommt die Dämmung später und der Rahmen sitzt zu weit innen, bleibt entweder eine Wärmebrücke stehen, oder die Laibung wird ein zweites Mal geöffnet: einmal beim Fenstertausch, einmal beim Dämmen.

Auch dieser Fall steht ausdrücklich im Regelwerk. Die technische FAQ der Förderung nennt „den Austausch von Fenstern vor einer späteren Dämmung der Außenwände“ als eigenen Fall der zeitlich gestuften Sanierung und verlangt dafür mindestens den Nachweis, dass die Maßnahmen zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung geprüft wurden4. Die Reihenfolge ist damit kein Geschmack, sondern ein Prüfpunkt.

Drei Wege sind gangbar, und keiner davon ist „egal“:

  1. Fassade zuerst, Fenster danach. Der Rahmen kommt in die fertige Dämmebene, die Laibung wird überdämmt, das Detail ist das einfachste von allen. Möglich, wenn die alten Fenster noch ein Jahr halten.
  2. Fenster zuerst, Fassade eingeplant. Der Rahmen wird dort gesetzt, wo die spätere Dämmebene liegen wird, und die Anschlussbänder werden so gewählt, dass die Dämmung später ohne Öffnen anschließt. Verlangt eine Planung der Fassade, bevor die Fenster kommen — nicht ihre Ausführung.
  3. Fenster zuerst, Fassade offen. Dann bleibt der Rahmen in der Wandebene, und die Laibung wird innen gedämmt, soweit es der Anschlag hergibt. Das ist der mittlere Wert der Rechnung, kein guter und kein schlechter — und die Entscheidung, die man kennen sollte, statt sie mitzunehmen.

Wann die Laibung von außen gedämmt wird und wann von innen

Die Laibung Die seitliche Fläche der Fenster- oder Türöffnung in der Wand. Sie ist schmal, wird deshalb gern nur dünn gedämmt, und genau dort wird die Wand am kältesten. läuft seitlich, oben und unten um die Öffnung herum. Dort wird die Wand am kältesten, und genau deshalb wird sie gedämmt — nicht, weil ihre Fläche groß wäre.

Von außen ist es der bessere Weg: Die Dämmung läuft von der Fassade in die Laibung hinein und deckt den Rahmen ein Stück ab. Die kalte Stelle wandert damit nach draußen, und der Rahmen liegt warm. Dieser Weg setzt voraus, dass außen gedämmt wird oder wenigstens die Laibung freigelegt werden kann.

Von innen ist es der Weg, der übrig bleibt, wenn die Fassade so bleibt, wie sie ist — und der schwierigere. Jeder Zentimeter innen macht die Wand dahinter kälter; gleichzeitig ist an der Laibung kein Platz, weil sonst das Fenster verschwindet. Deshalb entscheidet hier nicht die Dicke, sondern die Frage, ob die Oberfläche warm genug bleibt. Der Zusammenhang zwischen Dämmdicke und Wandtemperatur ist auf Innendämmung gerechnet.

Und dafür gibt es eine Zahl. Das Förderrecht verweist auf ein Kriterium gegen Schimmel: An der ungünstigsten Stelle muss bei 20 °C Raumluft und 50 % relativer Feuchte ein Temperaturfaktor von 0,70 erreicht werden, gleichbedeutend mit einer Oberflächentemperatur von mindestens 12,6 °C4. Das ist die Messlatte der Laibung. Sie ist kein Dickenmaß, und deshalb lässt sie sich nicht durch „zwei Zentimeter reichen“ ersetzen.

Für Anschlüsse, die den Planungsbeispielen der zugehörigen Normreihe gleichwertig ausgeführt werden, gilt die Anforderung ohne weiteren Nachweis als erfüllt4. Wer davon abweicht — und ein Altbau weicht regelmäßig ab —, braucht die Rechnung. Das ist der Punkt, an dem eine Wärmebrücke Eine Stelle, an der Wärme schneller nach außen kommt als in der Fläche daneben, etwa ein Balken, eine Ecke, ein Anschluss. Sie kostet Energie und ist die Stelle, an der Schimmel zuerst auftritt. nicht mehr mit einer allgemeinen Zahl zu bewerten ist, sondern am konkreten Wandaufbau und am konkreten Detail.

Was das Gesetz verlangt — und was es nicht verlangt

Wenn du Fenster ersetzt oder erstmalig einbaust, gilt für die betroffene Fläche ein Höchstwert. Für Fenster und Fenstertüren gegen Außenluft sind das 1,30 W/(m²·K), für Dachflächenfenster 1,40 W/(m²·K), für Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus 1,60 W/(m²·K)2. Die Zahl bezieht sich auf das ganze Bauteil, nicht auf die Scheibe.

Höchstwerte des Wärmedurchgangskoeffizienten U in W/(m²·K), Fenster und Außentüren, Wohngebäude
Bauteil Ordnungsrecht GModG Anlage 7, was gebaut werden muss Förderung BEG EM, was zusätzlich gilt, damit es Geld gibt
Fenster, Fenstertüren, Balkon- und Terrassentüren 1,3 Nr. 2a 0,95 Uw
Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus 1,6 Nr. 2f 0,95 Uw
Dachflächenfenster 1,4 Nr. 2b 1,0 Uw
Ertüchtigung vorhandener Fenster, Kastenfenster, Sonderverglasung keine eigene Zeile 1,3 Uw
Fenster am Baudenkmal oder an besonders erhaltenswerter Bausubstanz keine eigene Zeile 1,4 Uw
Ertüchtigung vorhandener Fenster am Baudenkmal oder an besonders erhaltenswerter Bausubstanz keine eigene Zeile 1,6 Uw
Außentüren beheizter Räume, Hauseingangstüren 1,8 Nr. 4 1,3 UD

Der Abstand ist hier größer als an jedem anderen Bauteil. Das Gesetz lässt beim Fenstertausch 1,3 zu, die Förderung verlangt 0,95 — und bei Hebe- und Schiebetüren stehen 1,6 gegen 0,95. Beide Spalten meinen dabei den Uw des ganzen Fensters aus Rahmen, Verglasung und Glasrandverbund, nicht den Ug der Scheibe, der im Angebot steht. Die vierte Zeile ist die, die im Markt fehlt: Auch die Ertüchtigung eines vorhandenen Fensters ist eine geförderte Maßnahme.

GModG Anlage 7 2 · BEG EM, Anlage „Technische Mindestanforderungen“ 1

Zwei Sätze dazu, die im Markt selten stehen. Der erste: Die Anforderung entfällt, wenn die Änderung nicht mehr als 10 % der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe betrifft5. Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster, Glasdächer, Außentüren und Vorhangfassaden sind eine Gruppe — die Haustür zählt also mit, und zwei Fenster in einem Haus mit zwanzig lösen nichts aus. Was dann gilt, steht auf Haustür.

Der zweite: Für den Fenstertausch selbst verlangt das Gesetz keinen Nachweis über Wärmebrücke und Luftdichtheit der Fuge. Die beiden Paragrafen, die davon sprechen, sind mit „Ein Gebäude ist so zu errichten“ formuliert und stehen im Teil über zu errichtende Gebäude2. Für den Fenstertausch im Bestand kommen die Anforderungen an den Anschluss deshalb aus zwei anderen Quellen: aus der Förderung, wenn du sie in Anspruch nimmst, und aus den anerkannten Regeln der Technik, die Teil deines Vertrags sind, auch wenn niemand sie im Angebot nennt.

Der Wärmedurchgangskoeffizient wird dabei „unter Berücksichtigung der neuen und der vorhandenen Bauteilschichten“ berechnet5 — für Fenster nach der Normreihe, die auch der Hersteller anwendet. Ein Wert aus dem Prospekt genügt dafür, solange die Bauart dieselbe ist wie beim geprüften Fenster; das ist die Erlaubnis, aus der die Standardgröße im Angebot stammt.

Warum die Förderung zwei Bestätigungen verlangt und nicht eine

Genau deshalb. Die technischen Mindestanforderungen verlangen für Fenster und Türen die „Bestätigung der Einhaltung der Anforderungen an die U-Werte, und zum wärmebrückenminimierten und luftdichten Einbau“1. Zwei Bestätigungen für zwei verschiedene Dinge — und nur die erste steht im Angebot, weil nur sie ein Produktmerkmal ist.

Vorangestellt ist beidem der Satz, dass bei allen Maßnahmen auf eine wärmebrückenreduzierte und luftdichte Ausführung zu achten ist1. Was das im Einzelfall heißt, wird nicht als Zahl vorgegeben, sondern als Dokumentation: Für die betroffenen Bauteilanschlüsse sind die Konstruktionsprinzipien zu bestimmen und festzuhalten, ausdrücklich „bei einem Austausch der Fenster für die Bauteilanschlüsse der neuen Fenster“4. Zwei Blätter, ein Schnitt je Anschluss — mehr ist es nicht, und ohne sie fehlt der Nachweis.

Der Förderwert selbst liegt für Fenster bei 0,95 W/(m²·K) und für Dachflächenfenster bei 1,00 W/(m²·K)1 — beide strenger als das Gesetz. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, welche Höchstbeträge gelten und in welcher Reihenfolge beantragt wird, steht auf Fördermittelberatung; hier zählt die Bedingung, die man nach dem Einbau nicht mehr herstellen kann.

Denn das ist der eigentliche Grund, diese Seite vor dem Auftrag zu lesen: Ein Uw lässt sich am Datenblatt nachweisen, auch Monate später. Ein luftdichter Anschluss lässt sich nur nachweisen, solange die Laibung offen ist. Ist verputzt, ist die Frage nicht mehr zu klären, sondern nur noch zu bedauern.

Dachfenster: derselbe Anschluss, eine Ebene mehr

Am Dachfenster ist die Fuge kein Ring in der Wand, sondern eine Naht in der Dachfläche. Sie muss dasselbe leisten wie am Lochfenster und zusätzlich zwei Schichten fortsetzen, die es dort nicht gibt: die luftdichte Ebene des Dachs auf der Innenseite und die wasserführende Schicht unter der Deckung auf der Außenseite.

Zur Schadensstelle wird deshalb der Anschluss der Dampfbremse Die Folie auf der Warmseite der Dämmung. Sie begrenzt, wie viel Feuchtigkeit aus der Wohnung in die Konstruktion wandert. Bremsen, nicht sperren, damit der Aufbau im Sommer wieder austrocknen kann. an den Blendrahmen — nicht das Fenster selbst. Warme Raumluft, die dort in den Dachaufbau strömt, kühlt an der Konterlattung ab und gibt ihr Wasser an das Holz. Wie der Aufbau darunter zusammenhängt, steht auf Zwischensparrendämmung.

Was danach kommt — Futter, Keilfutter, Abseitenfutter —, bekleidet diese Laibung, dichtet sie aber nicht ab. Ein Futter aus dem Zubehör sitzt sauber und schnell; ob die Fuge dahinter dicht ist, entscheidet sich vor seiner Montage. Wer die Laibung mit Trockenbauplatten schließt, muss die luftdichte Ebene vorher hergestellt und geprüft haben, weil sie danach unzugänglich ist.

Rechtlich gilt für das Dachflächenfenster eine eigene Zeile: höchstens 1,40 W/(m²·K)2 nach dem Ordnungsrecht, 1,00 W/(m²·K)1 für die Förderung. Beide Werte liegen über denen des senkrechten Fensters, und das ist kein Entgegenkommen: Ein Fenster in der geneigten Fläche verliert mehr, weil die Luft an ihm anders arbeitet.

Der Sonderfall, in dem ein Dachfenster neu in eine ungedämmte Dachfläche kommt, ist zugleich der häufigste. Dann liegt die luftdichte Ebene noch nicht, an die man anschließen könnte. Ausgeführt wird sie in diesem Fall um das Fenster herum und mit einem Rand, der später an die Fläche anschließt — sonst ist die spätere Dachdämmung an dieser Stelle nicht dicht zu bekommen, ohne das Fenster wieder auszubauen.

Was den Preis am Anschluss bestimmt

Abgerechnet wird der Einbau je Fenster oder je laufendem Meter. Beide Bezugsgrößen verdecken, was den Aufwand tatsächlich treibt — und das sind nicht die Zentimeter der Fuge, sondern sechs Umstände deines Hauses:

  • Der Zustand der Laibung. Ein glatter, tragfähiger Anschlag nimmt ein Band auf. Bröseliger Putz, alte Ankerlöcher und schräge Kanten müssen erst hergestellt werden, und das ist Maurerarbeit vor der Montage.
  • Der Rollladenkasten. Ein Kasten über der Öffnung ist die zweite Fuge und häufig die undichtere. Bleibt er, muss er von innen gedämmt und luftdicht geschlossen werden; kommt er heraus, wird der Sturz zum eigenen Detail.
  • Die Fensterbank. Innen und außen ein eigener Anschluss, außen zusätzlich der einzige, an dem Wasser abgeführt wird. Ein Blech ohne Gefälle und ohne Aufkantung ist die häufigste Nachbesserung an sonst guten Montagen.
  • Die Zahl der Öffnungen. Zehn kleine Fenster haben mehr Fuge als vier große, sie brauchen mehr Details und liefern weniger Fläche dafür — dieselbe Rechnung wie oben, nur in Arbeitsstunden.
  • Der Zugang. Ein Fenster im ersten Obergeschoss über einer Terrasse braucht ein Gerüst. Das steht selten im Fensterpreis und immer in der Rechnung.
  • Die Entsorgung und die Folgearbeiten. Alte Rahmen, Bauschutt, Putz an der Laibung, Anstrich innen. Wer den Preis mit dem Nachbarn vergleicht, vergleicht meist an dieser Stelle Verschiedenes.

Eine Preisspanne aus einem anderen Haus sagt über deines nichts: Sie kennt weder den Zustand deiner Laibungen noch den Kasten über der Öffnung noch den Zugang zum ersten Obergeschoss. Belastbar wird der Preis erst mit der Aufnahme der Öffnungen, und dann ist er kein Richtwert, sondern ein Angebot.

Was du dagegen prüfen kannst, ist der Umfang der Leistung. In ein vollständiges Angebot gehören: Ausbau und Entsorgung, Befestigung mit Nachweis der Lastabtragung, Dämmung der Fuge, innere Luftdichtung, äußerer Wetterschutz sowie die Anschlüsse an Fensterbank, Laibung, Sturz und Rollladenkasten. „Fenster liefern und montieren“ ist dafür zu wenig — nicht, weil es unseriös wäre, sondern weil es die Hälfte der Arbeit nicht benennt und damit auch nicht schuldet.

Was vorher und was nachher kommt

Am kürzesten dauert der Einbau selbst. Davor und danach liegen die Entscheidungen, die über das Ergebnis bestimmen — und zwei davon lassen sich nachher nicht mehr treffen.

  1. Vorher: Aufmaß und Rahmenlage. Jede Öffnung wird gemessen, nicht abgezählt. Dabei fällt die Entscheidung, wo der Rahmen in der Wandtiefe sitzt — mit Blick auf die Fassade, die vielleicht später kommt.
  2. Vorher: die Anschlussdetails. Für Sturz, Laibung, Fensterbank und Rollladenkasten je ein Schnitt. Das ist zugleich der Nachweis, den die Förderung sehen will.
  3. Vorher: der Antrag. Die Förderung wird vor dem Auftrag beantragt, nicht nach der Rechnung. Der Ablauf steht auf Fördermittelberatung.
  4. Während: der Blick in die offene Fuge. Der einzige Zeitpunkt, an dem die innere Ebene sichtbar ist. Danach ist sie unter Putz.
  5. Nachher: das Lüftungskonzept. Es steht in den Nachweisen der Förderung ausdrücklich für Maßnahmen, die die Luftdichtheit des Gebäudes erhöhen1 — und ein Fenstertausch tut genau das. Was dabei geprüft wird, steht auf Lüftungskonzept.
  6. Nachher: Beschlag und Dichtung. Nach der ersten Heizperiode setzt sich ein Fenster. Ein Termin zum Nachstellen gehört in den Auftrag und nicht in die Kulanz.

Zur Jahreszeit: Ein Fenstertausch im Winter ist möglich und wird gemacht, Raum für Raum. Anspruchsvoll ist dabei nicht die Kälte, sondern die Feuchte — Putz und Kleber brauchen Zeit und Temperatur, und beides ist im Januar knapper.

Was du selbst machen kannst und wo es endet

Wer handwerklich arbeitet, setzt ein Fenster ein; eine geheime Kunst ist das nicht. Die Grenze liegt nicht beim Einsetzen, sondern bei den beiden Ebenen, die man später nicht mehr sieht.

Was du gut selbst machen kannst
Ausbau der alten Fenster, Freilegen und Herstellen der Laibung, Entsorgung, Innenputz und Anstrich nach der Montage. Das ist der größere Teil der Zeit und der kleinere Teil des Risikos.
Was fremde Hilfe braucht
Das Ausrichten und Befestigen schwerer Elemente — eine Terrassentür wiegt mehr, als zwei Personen sicher halten — und die Lastabtragung über Klötze und Anker. Ein Rahmen, der auf dem Schaum steht, verzieht sich.
Was du besser nicht allein entscheidest
Die Lage des Rahmens in der Wandtiefe und die Ausführung der drei Fugenebenen. Beides ist nachher unzugänglich, und beides entscheidet über Feuchte.
Was die Förderung ausschließt
Ohne Fachunternehmen und ohne die Bestätigungen zum Einbau gibt es keinen Zuschuss. Die eigene Arbeitszeit ist keine förderfähige Ausgabe.

Häufig trägt deshalb der geteilte Auftrag am weitesten: Abbruch und Nacharbeiten selbst, Setzen und Abdichten vom Betrieb, Details und Nachweis von uns. Wer das ganze Paket selbst macht, spart Lohn und verliert die Förderung — bei einem Fenster ist das eine Rechnung, bei zehn eine andere.

Schallschutz, Einbruch, Lüftung: was am Anschluss dazukommt

Drei Anforderungen treffen sich am selben Anschluss, und alle drei werden dort gewonnen oder verloren — nicht am Fenster.

Beim Schallschutz ist die Fuge die Schwachstelle. Eine Scheibe, die ihren Wert im Prüfstand hält, hält ihn im Haus nur mit einer Fuge, die vollständig und dicht mit Dämmstoff gefüllt ist; ein Hohlraum wirkt als Kanal. Der Wert, ab dem das Ordnungsrecht selbst milder misst, liegt bei 40 Schalldämmmaß der Verglasung2 — und ist auf Verglasung erklärt.

Bei einbruchhemmenden Fenstern ist die Befestigung die Anforderung. Ein Element der geprüften Klasse hält nur, wenn es so befestigt ist, wie es geprüft wurde — Zahl, Art und Abstand der Verankerungen gehören dann in das Detail und nicht in das Ermessen der Montage. Die Förderung führt dafür eine eigene Anforderungszeile.

Und die Lüftung ist die Folge der eigenen Arbeit: Ein Haus, dessen Fenster dicht sind, tauscht seine Luft nicht mehr von selbst. Ein Falzlüfter im Rahmen ist eine der Antworten darauf, ein Konzept für die Wohnung die andere. Beides wird geplant, wenn die Fenster geplant werden, und nicht, wenn die erste Scheibe innen beschlägt. Der Nachweis dazu heißt DIN 1946-61.

Wenn nach dem Fenstertausch Schimmel auftritt

Häufig ist der Fall, und selten wird er richtig erzählt. Vorher zog es an den alten Fenstern; die feuchte Luft ging durch die Ritzen mit hinaus. Nachher sind die Fenster das dichteste Bauteil des Hauses, die Feuchte bleibt drin, und sie schlägt sich an der kältesten Stelle nieder. Das ist nach dem Tausch nicht mehr die Scheibe, sondern die Laibung und die Raumecke daneben.

Zwei Ursachen, die auseinandergehalten werden müssen: Die Feuchte kommt aus dem Nutzen — Kochen, Duschen, Wäsche, Atmen. Die Kälte kommt aus dem Bauteil. Gegen die erste hilft Lüften oder eine Anlage, gegen die zweite hilft allein die Laibung. Ein Mieter, dem man Lüften vorhält, während die Oberflächentemperatur unter 12,6 °C4 liegt, kann so viel lüften, wie er will.

Gemessen wird beides, und zwar getrennt: die Oberflächentemperatur an der Laibung, die Luftfeuchte im Raum und der Taupunkt Die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann und Wasser ausfällt. Beim Dämmen wandert dieser Punkt in die Konstruktion hinein, deshalb muss man ihn rechnen und nicht hoffen. daraus. Erst danach steht fest, ob eine Dämmung fehlt oder ein Luftwechsel. Die Thermografie Aufnahme mit der Wärmebildkamera. Sie macht sichtbar, wo Wärme das Gebäude verlässt: undichte Anschlüsse, fehlende Dämmung, Wärmebrücken. zeigt die kalte Stelle, sie beweist aber keine Ursache.

Vermeiden lässt sich der Fall vollständig, und dafür braucht es keine Technik: die Laibung mitdämmen, den Anschluss innen dicht ausführen und beim Tausch entscheiden, wie das Haus danach seine Luft wechselt. Alle drei Entscheidungen fallen vor dem Einbau.

Reicht Bauschaum, um ein Fenster abzudichten?

Nein, und das ist keine Frage der Marke. Schaum füllt die Fuge und dämmt sie — das ist eine der drei Aufgaben. Die luftdichte Ebene innen und der schlagregendichte Abschluss außen sind zwei weitere, und sie werden mit Bändern, Folien oder Putzanschlüssen hergestellt.

Die Förderung führt genau diese drei Punkte getrennt auf: Dämmung der Einbaufuge, luftdichter Anschluss innen, schlagregendichter Anschluss außen4. Wer nur schäumt, hat einen von drei erledigt.

Was ist eine Montage „nach RAL“?

Der Ausdruck steht für die Regeln, nach denen der Fensterbau die Anschlussfuge plant und ausführt: drei Funktionsebenen, innen dichter als außen, Befestigung mit Lastabtragung. Verbindlich wird das über deinen Vertrag — es sind die anerkannten Regeln der Technik, nicht ein Gesetz.

Praktisch heißt es: Verlange kein Siegel, sondern die Zeichnung. Ein Betrieb, der die drei Ebenen für Sturz, Laibung und Fensterbank benennen kann, arbeitet danach — einer, der nur den Begriff im Angebot führt, nicht unbedingt.

Muss ich die Fensterlaibung dämmen?

Das Gesetz verlangt es beim Fenstertausch nicht; es verlangt einen Höchstwert für das Bauteil2. Die Förderung verlangt eine wärmebrückenreduzierte Ausführung und den Nachweis dazu1, und die Bauphysik verlangt es, sobald die Laibung sonst zu kalt wird.

Die brauchbare Frage ist deshalb nicht „muss ich“, sondern „wie warm bleibt die Stelle“. Die Messlatte ist eine Oberflächentemperatur von mindestens 12,6 °C4 bei normaler Raumnutzung.

Fenster zuerst oder Fassade zuerst?

Fassade zuerst ergibt das einfachere Detail, weil der Rahmen dann in die fertige Dämmebene kommt. Umgekehrt geht auch, verlangt aber, dass die Dämmung schon geplant ist, wenn die Fenster gesetzt werden.

Das Regelwerk kennt diesen Fall ausdrücklich und verlangt für die gestufte Sanierung mindestens die Prüfung der Maßnahmen gegen Schimmelpilzbildung4. Ungeplant ist die Reihenfolge also nicht falsch, sondern nachweispflichtig.

Warum steht im Angebot ein besserer Wert, als mein Fenster hat?

Weil der Hersteller seinen Wert für eine Standardgröße deklarieren darf — 1,23 m × 1,48 m, für größere Elemente 1,48 m × 2,18 m4. Ist deine Öffnung kleiner, ist ihr Wert schlechter, obwohl das Fenster dasselbe ist.

Der Anschluss legt denselben Effekt noch einmal darauf, weil auch er am Umfang je Fläche hängt. Beides zusammen ist der Grund, warum an kleinen Öffnungen zwischen Prospekt und Haus der größte Abstand liegt.

Kann ich Fenster selbst einbauen und trotzdem Förderung bekommen?

Nein. Die Förderung setzt ein Fachunternehmen und die Bestätigungen zum Einbau voraus, und die eigene Arbeitszeit ist keine förderfähige Ausgabe. Vorarbeiten und Nacharbeiten in Eigenleistung sind davon unberührt.

Wie lange dauert ein Fenstertausch?

Für die Öffnung selbst plant ein eingespielter Trupp einen halben bis einen Tag je Fenster, für ein Einfamilienhaus damit wenige Tage. Länger dauert regelmäßig, was am Anschluss hängt: Laibung herstellen, Putz, Anstrich, Fensterbänke.

Wer nach Terminen fragt, sollte deshalb nach dem Ende der Nacharbeiten fragen und nicht nach dem Tag der Montage.

Zwei Fenster wechseln — gilt dann schon der Höchstwert?

Nicht zwangsläufig. Änderungen, die nicht mehr als 10 % der Fläche der Bauteilgruppe betreffen, sind ausgenommen5. Zur Gruppe gehören Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster, Glasdächer, Außentüren und Vorhangfassaden zusammen.

Für die Förderung gilt die Grenze nicht: Wer einen Zuschuss will, hält den Förderwert ein — auch bei einem einzigen Fenster.

Muss der Vermieter neue Fenster einbauen?

Aus dem Energierecht folgt keine Pflicht zum Fenstertausch. Eine Pflicht entsteht erst, wenn der Vermieter ohnehin ersetzt — dann gilt der Höchstwert — oder wenn die Wohnung ihren vertragsgemäßen Zustand nicht mehr hat, etwa weil Fenster nicht schließen oder Feuchte auf ein Bauteil zurückgeht.

Das ist Mietrecht und nicht unser Fach. Was wir beitragen können, ist der bauliche Befund: Oberflächentemperatur, Feuchte, Anschluss — gemessen, mit Datum.

Was muss im Angebot stehen, damit ich es vergleichen kann?

Ausbau und Entsorgung, Befestigung, Dämmung der Fuge, innere Luftdichtung, äußerer Wetterschutz, Anschlüsse an Fensterbank, Laibung, Sturz und Rollladenkasten — und je Öffnung der Uw des angebotenen Elements.

Fehlt einer dieser Posten, fehlt er nicht nur im Papier: Was nicht beschrieben ist, ist nicht geschuldet. Und wer zwei Angebote vergleicht, von denen eines die Laibung enthält und das andere nicht, vergleicht zwei verschiedene Arbeiten.

Förderung

Was hier gefördert wird.

Ob diese Maßnahme gefördert wird, hängt am Bauteil, am erreichten Wert und am Zeitpunkt des Antrags. Was davon auf dein Haus zutrifft, prüfen wir vor der Beauftragung.

Keine Fördersätze und keine Beträge auf dieser Seite. Förderkulissen ändern sich, und eine veraltete Zahl ist schlechter als keine. Was sich nicht ändert, ist die Reihenfolge: Antrag vor Auftrag. Wer zuerst beauftragt und dann beantragt, verliert den Zuschuss.

Fördermittelberatung

Weiter im Thema

Wo du weiterliest.

Übersicht Fenstersanierung Dort steht, wonach du entscheidest — und was die Reihenfolge mit dem Rest des Hauses macht.

Andere Wege zum selben Ziel. Was für dein Haus in Frage kommt, hängt am Bestand — nicht daran, was sich allgemein am besten liest.

  • Verglasung

    Die fünf Kriterien, nach denen ein Fenster tatsächlich entschieden wird: Verglasung, Rahmen, Glasrandverbund, Sprossen und die Öffnungsart — bei der Gesetz und Förderung weiter auseinanderliegen als bei jedem anderen Bauteil.

  • Instandsetzung

    Der Weg, den der Markt nicht anbietet, weil er nichts verkauft: das vorhandene Fenster bleibt stehen. Eigene Förderanforderung, eigene abschließende Liste von Mindestmaßnahmen.

  • Haustür

    Eigenes Bauteil mit eigenen Anforderungswerten — und derselben Bauteilgruppe wie die Fenster, weshalb sie bei der Bagatellgrenze mitzählt.

Wer diese Seite verantwortet

Robert Lammert

Geschäftsführer und Energieberater, zweiund50

  • Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes, dena
  • Wohngebäude: Energieberatung (EBW), Energieberatung DIN 18599, Effizienzhaus (BEG WG, mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Nichtwohngebäude: BEG NWG (mit Zusatzqualifikation Lebenszyklusanalyse), Einzelmaßnahmen (BEG EM)
  • Schornsteinfegermeister (Bachelor Professional)

Ein Fenster kann nur so gut sein wie die Fuge zwischen Rahmen und Wand.

Zuletzt geprüft am 12. August 2026. Rechtsstand und Fördersätze ändern sich; jede Zahl auf dieser Seite trägt ihre Quelle und ihr Abrufdatum.

Quellen

  1. Förderrichtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom 17. Juli 2026, Anlagein Kraft seit 21. Juli 2026; ersetzt die Fassung vom 21. Dezember 2023 (BAnz AT 29.12.2023 B1)Abgerufen 12.08.2026
  2. Gebäudemodernisierungsgesetz Anlage 7 (zu § 36), Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten von Außenbauteilen bei Änderung an bestehenden Gebäuden (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz, Anlage 7 zu § 48)Abgerufen 11.08.2026
  3. DIN EN ISO 10077-1, Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen, Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten, Teil 1: AllgemeinesZusammensetzung des Uw aus Glas-, Rahmen- und Randverbundanteil; Anhang F für RahmenkennwerteAbgerufen 31.07.2026
  4. Bundesförderung für effiziente Gebäude, Liste der technischen FAQ, EinzelmaßnahmenVersion 7.0 (06/2026), KfW-Bestellnummer 600 000 4864; im Volltext gegengeprüft: TFAQ 2.05, 2.06, 2.07, 4.02, 4.06Abgerufen 12.08.2026
  5. Gebäudemodernisierungsgesetz § 36, Anforderungen an ein bestehendes Gebäude bei Änderung (bis Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz § 48)Abgerufen 11.08.2026

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